Briefmarkensammeln – ein interessantes Hobby mit vielen Möglichkeiten

Das Briefmarkensammeln ist ein sinnvoller Zeitvertreib. Viele Jugendliche und Erwachsene haben keine Ahnung, wie viel man aus Briefmarken und philatelistischen Dokumenten lernen kann.

Eine wohldurchdachte Briefmarkensammlung gibt wertvolle Aufschlüsse über Kultur, Geschichte, politische und wirtschaftliche Entwicklung, Flora und Fauna sowie viele andere Aspekte der betreffenden Länder. Briefmarken sind mehr als nur nüchterne Gebührenmarken. Sie sind der Spiegel, der uns die vielfältigsten Aspekte der Gegenwart und der Vergangenheit Künstlerich vor Augen führt.

Der 6. Mai 1840 ist der Geburtstag der Briefmarke und notgedrungen auch derjenige der Philatelie, denn die beiden sind untrennbar miteinander verbunden. In Großbritannien und in Irland gab es an jenem Tag die ersten Briefmarken, es waren dies die schwarze „1-Penny-Marke“ und die „blaue 2-Pence-Marke“. Luxemburg gab Mitte September 1852 seine ersten Briefmarken heraus. Es waren dies eine schwarze und eine rote Briefmarke mit dem Bildnis Wilhelm III. Im Volksmund werden diese Marken heute kurz „schwaarzen“ und „roude Kapp“ genannt. Diese beiden Marken hatten Kurswert bis zum 1.Januar 1906.

Der eigentliche Erfinder der Briefmarke ist der schottische Buchdrucker James Chalmers.1834 lieferte er die ersten Proben von aufklebbaren Postmarken. 1840 führte das britische Schatzamt nach der Post- und Portoreform von Sir Rowland Hill die ersten Briefmarken offiziell ein. So begann die Ära der Briefmarken.

Der ersten Hinweis über das Briefmarkensammeln lieferte eine Kleinanzeige, die Anfang 1841, also wenige Monate nach der ersten Briefmarkenausgabe, in einer englischen Zeitung erschien. Der Interessent suchte entwertete Briefmarken zu kaufen. Rasch verbreitete sich die Sammelleidenschaft in vielen Ländern und die Fachpresse und Tagespresse

schlossen sich dieser Entwicklung an. Heute kann sich jeder Philatelist anhand guter Fachliteratur oder sich in einem Briefmarkensammlerverein informieren und seine Kenntnisse vervollständigen und erweitern.

Kaum jüngeren Datums als die Briefmarke selbst ist auch die Philatelie, die Briefmarkenkunde. Der Ausdruck wurde von einem Pariser Namens Herpin geprägt. Der Name stammt aus dem griechischen „philos“ (Freund) und „ateleia“ (Frankatur) .Philatelisten sind also Briefmarkenfreunde, d.h. Menschen, die sich mit Briefmarken befassen, sammeln, lieben und behüten. Überall in der ganzen Welt werden Briefmarken gesammelt und getauscht, um Exponate zu vervollständigen, Aufzubauen um im Wettbewerb oder außer Wettbewerb in Ausstellungen auszustellen. Es gibt ein Sprichwort für alle Philatelisten und zwar: „Wer einmal hat geklebt, der klebt und klebt so lang er lebt“.

jw